EBS: Institut von Ex-Präsident Jahns wird umstrukturiert

Seit einem Jahr ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Präsidenten der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, Christopher Jahns, wegen des Verdachts der Untreue. Im Mittelpunkt steht dabei das damals von Jahns geleitete Supply Chain Management Institute (SMI) der privaten Hochschule sowie die Verflechtungen mit seinen zahlreichen eigenen Unternehmen, die ebenfalls SMI im Firmennamen trugen. Nun strukturiert die EBS das Institut um und gibt ihm einen anderen Namen.

Das von ihrem früheren Präsidenten Christopher Jahns gegründete Supply Chain Management Institute (SMI) wird neu strukturiert und umbenannt. Das neue „Institute für Supply Chain Management – Procurement and Logistics (ISCM)“ wird künftig von Michael Henke geleitet. Es konzentriert sich seit Januar 2012 auf die Kernthemen Einkauf, Logistik und Supply Chain Management, teilt die Hochschule mit.

Auch künftig soll Weiterbildung einen wichtigen Schwerpunkt bilden. Für die Weiterbildungsan-
gebote ist nach wie vor die SMI Campus GmbH als externer Dienstleister zuständig. Die SMI Campus GmbH gehörte zum engen Geflecht der Firmen, an denen der geschasste Ex-Präsident der EBS beteiligt war.

Die zwei weiteren Forschungsbereiche des SMI – Zukunftsforschung und Wissensmanagement sowie Sustainable Supply Chain Management – werden aus dem Institut ausgegliedert. Aus dem Center für Zukunftsforschung und Wissensmanagement (CEFU) wird künftig das eigenständige Institute for Futures Studies and Knowledge Management (IFK).

Der SMI-Forschungsbereich Sustainable Supply Chain Management wird an das EBS Real Estate Management Institute (REMI) angegliedert. Das REMI richtet dafür an seinem 2007 gegründeten Competence Center für Nachhaltigkeit einen Lehrstuhl für Nachhaltigkeitsmanagement ein.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Jahns dauern an. Erst vergangene Woche teilt sie mit, dass sich die Vorwürfe gegen Jahns „ungeachtet der generell geltenden Unschuldsvermutung“ nach derzeitiger Bewertung „bestätigt, erweitert und zum Großteil konkretisiert“ haben. Insider gehen davon aus, dass es nun bald zur Anklage kommt. Gegenüber der FTD behauptete Jahns dagegen, er habe bereits einige Vorwürfe „entkräften können“.

 

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